Aktuelles

‚Ein Kleid voller Farbe und Freude für das Trümmerfrauendenkmal’
Präsentiert im Rahmen von „48 Std. Neukölln“ – Juni 2009

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Eine Berliner Trümmerfrau beim Abklopfen der Mörtelreste - jeder Ziegelstein ist kostbar; Foto: Carl Weinrother, Berlin, 1946;

Die Aktion

‚Ein Kleid voller Farbe und Freude für das Trümmerfrauendenkmal’ versteht sich als Hommage an die Trümmerfrauen, die nach dem 2. Weltkrieg den entscheidenden Anstoß zum Wiederaufbau Berlins geleistet haben, und an alle Frauen weltweit, die heute immer noch den entscheidenden Anstoß leisten, unsere gesellschaftliches Gefüge aufzubauen und zu erhalten.

Seit den Anarcho-Häkelrunden während der  ‘Threading Trends’ Ausstellung in der Alten Post in Neukölln im November 2008, organisiert von Galerie R31, haben mehr als 110 Personen unterschiedlicher Herkunft gehäkelte Stücke voller Farbe und Freude für ein Kleid für das Denkmal beigetragen.

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Gekleidete Truemmerfrau Stand März 2009

Anarcho-Häkelrunden für das Trümmerfrauendenkmal:

‚Threading Trends’ Ausstellung – Alten Post, Berlin-Neukölln – November 2008
‚Stasi-Dada’ Aktion – Der Firma, Berlin-Lichtenberg – Dezember 2008
Winter-Runden – Volks Luxus, Berlin-Kreuzberg – Februar 2009
23 Std. Anarcho-Häkeln – Kunstraum Art-Uhr, Berlin-Neukölln – März 2009
Auf das Frauenfest – Elele Nachbarschaftszentrum, Berlin-Neukölln – April 2009

Die Aktion ‚ein Kleid voller Farbe und Freude für das Trümmerfrauendenkmal’ findet ihren vorläufigen Höhepunkt in einer textile Installation, die von Performances von der PerformUnion begleitet wird, im Rahmen des Festivals 48 Std. Neukölln im Juni 2009 am Standort des gleichnamigen Denkmals im Volkspark Hasenheide.
Die aktuellen Bezüge des Einkleidens der heute leider weit gehend wenig beachteten Steinskulptur von Katharina Szelinski-Singer (der einzige Denkmal in Berlin spezifisch an Trümmerfrauen gewidmet, und eins von wenige in Deutschland überhaupt) in einen kollektiv gemachten Wollkleid aus gespendete ‚Wolltrümmer’ gründen sich auf folgenden Tatsachen:
Der immer noch minder bewerteten ‚Arbeit’ von Frauen weltweit, der nie abreisenden Zerstörung von Umwelt und Städten, der ständiger Teilung statt Vereinigen von Städten, Länder und Gesellschaften, dem danach immer wieder benötigte Wiederaufbau, und schließlich – was Deutschland spezifisch betrifft – dem Fall der Mauer, der sich zum 20igsten Mal jährt, und der deutschen Verfassung, die 60 wird.

Wie viele Generationen braucht es, um die Tragödien und Traumas von Kriegszeiten und soziale Umstürze völlig aufzuarbeiten?

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Truemmerfrauendenkmal