2008

TIP Magazin 26/08, S. 8

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TIP Magazin Berlin – Editorial

‘Anarchic Handwork’
Crocheting Art-Occupation of the Stasi Bar in Berlin-Lichtenberg

This structure cannot be used as a pot-holder. It is not only too large, but is also made of materials such as metal and synthetic materials. Anyone who wants to contribute to the artwork should pack a crochet hook and go to “Zur Firma” shortly before Christmas. There, under the direction of Amy J. Klement, an expressive crochet installation will take place over 3 days, and the piece created will later be used to dress the monument to a Trümmerfrau in Neukölln. During the anarchic handwork, the artist Klaus Rudolf reads erotic and Dadaistic texts, and the Mexican concert guitarist Rodrigo Perez Foncerrada transforms the whole into a sound installation. A very special form of experience gastronomy: the Stasi Bar Art Occupation.

2007

Radio Interview – Spacefemfm (auf Deutsch)

Amy J. Klement: Anarchohäklerin aus Leidenschaft – CBA – cultural broadcasting archiv

Polnische Presse / Polish Press über ‘Dressing Matka Polka’

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25 September 2007

Schlesisches Wochenblatt –2007-10-03
Jemand hat das Künstlerische nicht verstanden
Geplant war in Ratibor ein symbolträchtiges Happening
Die Idee, die Mutter Polin in ein Kostüm zu kleiden, war dazu gedacht, deutsche und polnische Generationen bei dem 3. Ratiborer Kunstfestival zusammenzubringen. Am Anfang war das auch so. Doch leider fand sich auch diesmal ein Spaßverderber: In der Nacht wurde das Gewand des Symboldenkmals angezündet. Die Ratiborer halten dies nicht für gewöhnlichen Vandalismus, sondern für eine gezielte Handlung.
Die Idee zu dem Gewand für die Mutter Polin war Höhepunkt der Veranstaltung. Ihre Initiatorin war die Berlinerin Amy J. Klement. Bei der Häkelarbeit hatten Ratiborer verschiedenen Alters sowie jugendliche Festivalbesucher aus Deutschland mitgemacht.
Die Meinungen dazu, das Symbol des Polentums zu kleiden, waren geteilt: Die Organisatoren sahen in der Stadt besonders stark ausgeprägte deutsche und polnische Kultureinflüsse – für sie war das gemeinsame Ankleiden des Denkmals durch Deutsche und Polen ebenso aussagekräftig wie das Denkmal selbst. Doch leider erregte die deutsche Künstlerin mit ihrer Vision auch einigen Missmut, so in Kommentaren wie diesem: „Wie denn, ein Symbol des Polentums in einem deutschen Gewand!?”.
In Ratibor hat früher auch schon das Eichendorff-Denkmal mehrere Male „eins ausgewischt bekommen”: Mehrfach wurde es mit Farbe begossen, und ein Mal landete eine alte Waschmaschine auf ihm. Seit einigen Jahren geht es nun schon ruhig zu. Allerdings, so bemerkt Krystian Blach aus Ratibor, im nahe gelegenen Wald Obora stehe ein deutsches Soldatendenkmal, das bereits manches Mal geschunden worden sei.
Seit Jahren schon leben die Ratiborer nach Ansicht eines örtlichen DFK-Mitglieds sehr harmonisch miteinander zusammen. „Wir fühlen uns alle zu Hause. Doch in jeder Gemeinschaft findet sich ein Chaot”, sagte er.
Zurzeit fahndet die Polizei nach den Denkmal-Vandalen.

2006

Kraft durch Häkeln?

Im Rahmen von “Chaoskreist” fragt die US-Amerikanerin Amy J. Klement, ob sich die Welt neu häkeln lässt, und ruft alle auf, die gerne Handarbeiten, ihr zu helfen. Doch nicht die Welt, lediglich der Palast der Republik soll unter dem Produkt heimeliger Häkelromantik verschwinden. Ob man dieses Vorhaben nun als Anarcho-Häkelrunde oder als ein betuliches Konzept linker Bürgerlichkeit bezeichnet, ist fast egal. Denn am Palast scheiden sich nicht nur manche Geister, sondern verwirren sich in Ideologien und Bedürfnissen – wie bunte Fäden bei der Handarbeit. Gehäkelt wird Mittwoch, 18. und 25. 1. sowie 1. 2., jeweils 18 Uhr. MJ

taz Berlin lokal Nr. 7874 vom 18.1.2006, Seite 28, 24 © Contrapress media GmbH